Drohende Glyphosat-Zulassung: Kritik aus Wissenschaft und Parlament

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

der Streit um das Totalherbizid Glyphosat ist momentan in der heißesten Phase. Die Risikobewertung für den Wirkstoff ist abgeschlossen. Nun muss die EU-Kommission endgültig entscheiden: Soll das Pflanzengift zehn weitere Jahre zugelassen werden oder endgültig vom Acker verschwinden? 96 renommierte ForscherInnen haben sich deshalb in einem offenen Brief an die Kommission gewandt: Sie werfen der zuständigen Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) Unwissenschaftlichkeit vor. Ihre Forderung lautet: Die EU-Kommission darf sich bei ihrer Bewertung nicht auf diese wissenschaftlich inakzeptable Bewertung verlassen.

Auch bei einer Sitzung des Umweltausschusses im Europaparlament geriet die Behörde schwer unter Druck: Die EFSA und die Weltgesundheitsorganisation haben unterschiedliche Einschätzungen zu der Frage abgegeben, ob Glyphosat krebserregend ist oder nicht. Viele Abgeordnete empfinden die Lage als extrem unübersichtlich und verwirrend, und fordern deshalb die Kommission auf, das Vorsorgeprinzip anzuwenden und Glyphosat vom Markt zu nehmen.

Mehr über den offenen Brief und die kontroverse Sitzung im Parlament erfahren Sie in unserer aktuellen Meldung.

Quelle: Umweltinstitut München

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