Neuer Vorschlag gefährdet Schutz vor hormonell wirksamen Stoffen

Sie sind eine Gefahr für unsere Gesundheit und die Entwicklung unserer Kinder: Industriechemikalien, die ähnlich wie Hormone wirken und unsere körpereigenen Steuerungsprozesse durcheinanderbringen. Verwendung finden sie in Pestiziden genauso wie in Kosmetika, Kunststoffartikeln und sogar im Thermopapier von Kassenbons.

Mit der Pestizidverordnung von 2009 wollte das Europäische Parlament den Schutz vor solchen Stoffen verbessern und verbot deshalb die Zulassung hormonell wirksamer Wirkstoffe für Pestizide. Die EU-Kommission sollte Kriterien entwickeln, anhand derer hormonell wirksame Chemikalien erkannt und verboten werden sollten.

Doch die nun endlich von der Kommission vorgelegten Kriterien legen die Hürden so hoch, dass kaum Stoffe als hormonell wirksam eingestuft werden dürften. Setzt sich die EU-Kommission mit diesem Vorschlag durch, wäre das 2009 beschlossene Verbot weitgehend wirkungslos. Deshalb haben wir uns jetzt im Rahmen einer Konsultation der EU-Kommission für ein Einstufungssystem ausgesprochen, das sehr viel mehr Stoffe abdecken würde.

Mehr zu den Hintergründen und unsere Eingabe finden Sie hier.

Umweltinstitut München

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