UNO warnt vor katastrophalen Auswirkungen von Pestiziden

Pestizideinsatz zu Fuß und ohne ausreichende Schutzausrüstung; Foto: Fotolia

Pestizideinsatz zu Fuß und ohne ausreichende Schutzausrüstung; Foto: Fotolia

(9. März 2017) Gerade werden sie wieder zu tausenden Tonnen auf den Äckern versprüht: Pestizide werden weltweit massiv in der Landwirtschaft eingesetzt, allein in Deutschland sind es über 46.000 Tonnen pro Jahr. Nun warnen ExpertInnen erneut vor den Folgen des Pestizid-Einsatzes. In dem am Mittwoch vorgelegten Bericht der Sonderbeauftragten für das Recht auf Nahrung der Vereinten Nationen, Hilal Elver, fordern sie eine Zeitenwende in der Landwirtschaft und beim Pestizideinsatz. Der Grund: Pestizide hätten katastrophale Auswirkungen auf die Umwelt, die menschliche Gesundheit und nicht zuletzt auf die Gesellschaft als Ganzes.

Unethisch, aggressiv, verleugnend

Die Autoren des Berichts kritisieren Agrarkonzerne für ihre „aggressiven, unethischen Marketing-Taktiken“, für ihre systematische Verleugnung von Schäden, die durch den Einsatz von Pestiziden verursacht würden und nicht zuletzt für ihre Lobbyarbeit, die politische Reformen blockierten und globale Pestizideinschränkungen behinderten. Die Konzerne rechtfertigten die Produktion und den Einsatz von Ackergiften gerne damit, dass diese für die Ernährung einer stetig wachsenden Weltbevölkerung notwendig seien. Diese Behauptung „ist ein Mythos“, so die UN-Sonderbeauftragte. Probleme in der Welternährung seien vielmehr auf Armut, Ungleichheit sowie auf die ungerechte Verteilung von Nahrungsmitteln zurückzuführen.

Gravierende Auswirkungen auf die Umwelt

Durch den übermäßigen Gebrauch und auch Missbrauch von Pestiziden geht laut UNO-Bericht die Artenvielfalt zurück. Natürliche Schädlingsfeinde würden mitvernichtet, das Grundwasser kontaminiert und der Nährwert der Nahrung verringert werden. Deshalb empfiehlt die UN-Sonderbeauftragte, weltweit agrarökologische Methoden zu fördern, deren Standards und Anforderungen sogar noch über die des Bio-Landbaus hinausgehen, statt weiter auf den Einsatz von Pestiziden zu setzen. Studien hätten ergeben, dass agrarökologische Methoden ausreichend Erträge liefern, um die gesamte Weltbevölkerung zu ernähren.

Gravierende Auswirkungen auf Gesundheit und Menschenrechte

Die Internationale Arbeitsorganisation schätzt, dass weltweit etwa 60 % der KinderarbeiterInnen im landwirtschaftlichen Bereich arbeiten. Dort sind sie einem besonders hohen gesundheitlichen Risiko durch Pestizide aufgrund unzulänglicher Schutzausrüstung und mangelnder Erfahrung ausgesetzt. Laut UNO-Bericht steht eine dauerhafte Exposition gegenüber Pestiziden im Zusammenhang mit Krebs, Alzheimer, Parkinson-Erkrankungen, Hormonstörungen, Entwicklungsstörungen und Sterilität. In vielen Fällen werden sehr gefährliche Pestizide, die nicht oder nicht mehr für den Einsatz in Industrieländern zugelassen sind, weiter für den Export in Entwicklungsländer produziert. So verletze der Einsatz von Pestiziden Menschenrechte, insbesondere die Rechte auf angemessene Ernährung und Gesundheit.

Wir kämpfen für ein Pestizid-Verbot

Seit Jahren kämpft das Umweltinstitut München für ein Verbot von giftigen Pestiziden wie Glyphosat, die regelmäßig für unbedenklich erklärt werden, obwohl sie eine große Gefahr für die biologische Vielfalt und unsere Gesundheit darstellen. Wir machen uns stark für eine nachhaltige Landwirtschaft, die Lebensmittel nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus produziert und regional vermarktet. Eine artgerechte Tierhaltung, der Verzicht auf Pestizide und genmanipulierte Organismen sind Voraussetzung für die Gesundheit von Mensch und Umwelt. Wir klären über die Folgen der konventionellen Landwirtschaft für die Umwelt auf und bieten für Münchner Schulen und Kitas Ausflüge auf Bio-Bauernhöfe und Aktionstage zu Ökolandbau und gesunder Ernährung an. Außerdem veranstalten wir Fortbildungen für PädagogInnen zu gesunden Lebensmitteln und einer nachhaltigen Landwirtschaft.

Quelle: Umweltinstitut München

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Schrottmeiler abschalten – auch in Deutschland!

AKW Gundremmingen

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

Temelin, Fessenheim, Tihange – die europäischen Pannenreaktoren sind in aller Munde. Doch wussten Sie, dass auch in Deutschland noch ein AKW der gleichen Bauart wie die Fukushima-Reaktoren steht? Die beiden Reaktorblöcke B und C im bayerischen Gundremmingen erfüllen die Sicherheitsanforderungen nach dem heutigen Stand der Technik nicht. Block B soll Ende des Jahres vom Netz gehen, Block C aber erst 2021, obwohl beide im gleichen Jahr in Betrieb gingen.

Vor genau 40 Jahren gab es in Gundremmingen schon einmal einen Atomunfall. Block A war damals meterhoch mit radioaktivem Wasser geflutet und erlitt einen wirtschaftlichen Totalschaden. Zum Jahrestag des Unfalls haben wir mit einer Protestaktion gezeigt, dass auch die verbleibenden Reaktoren eine tickende Zeitbombe darstellen.

Wir fordern: Wer B sagt, muss auch C sagen – beide Blöcke 2017 abschalten! Schon 20.000 Menschen haben sich unserer Forderung angeschlossen. Helfen Sie uns dabei, dass es noch mehr werden. Teilen Sie unser Video mit Ihren FreundInnen!

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Strahlendes Erbe – Atomlobby und warum der Bürger zahlt!

Es geht um mindestens 169 Milliarden Euro: Im Dezember hat der Bundestag entschieden, wer die Kosten des Atomzeitalters in Deutschland trägt, für den Rückbau der 27 deutschen Atomstandorte und für die Endlagerung des Atommülls.

Zur Sendung in der Mediathek

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Grenzwerte gelten nur für einzelne Substanzen

Viele Verbraucher sind sich nicht im Klaren darüber, wie viele Giftstoffe in Innenräumen vorhanden sind. Auch deren Zusammenspiel birgt große Gesundheits-Risiken. Darüber klären die Volkshochschule Delmenhorst (VHS) und das Labor für chemische und mikrobiologische Analytik (Lafu) mit einem Vortrag am Freitag, 27. Januar 2017, auf. Der Beginn ist um 18 Uhr (VHS) und das Ende um 20.15 Uhr. Der Eintritt kostet neun Euro.

Damit setzen VHS und Lafu ihre gemeinsame Zusammenarbeit fort. Inzwischen ist es bereits der 14. Vortrag, der zum Thema Gesundheit abgehalten wird. Vorangegangene Veranstaltungen thematisierten unter anderem die Gesundheitsgefahren durch das Reaktorunglück von Tschernobyl. “Wir haben etwa 70 bis 100 Teilnehmer bei jedem Vortrag”, sagt Gary Zörner. Er ist Geschäftsführer des Lafu.

Martin Westphal, Leiter der VHS, lobt die Zusammenarbeit ebenfalls: “Es geht um die Umwelt zu Hause, Umwelt draußen und Textilien. Wir als VHS sehen das als unseren Auftrag, über solche Themen zu informieren.”

Vorträge sollen informieren und unterhalten

Das jeweilige Vortragsthema soll verständlich rübergebracht werden. Damit das am 27. klappt, hat Zörner Dr. Hermann Kruse eingeladen. Kruse hat für die Gemeinde Ganderkesee ein Gutachten zur geplanten Deponiegutumlagerung auf der Deponie Bookholzberg verfasst. Dabei ist er nicht nur Experte für Schadstoffe in Innenräumen und deren Zusammenwirken, sondern nach Zörners eigener Erfahrung auch ein unterhaltsamer Redner.

Für Zörner ist Unterhaltung genauso wichtig wie die Fachkompetenz: “Wir machen alles nicht so trocken langweilig, nicht so theoretisch, sondern mit Beispielen aus dem prallen Leben.” Zudem verspricht er für die Teilnehmer mindestens eine kleine Überraschung. Auch die nächsten Vorträge sind bereits eingeplant. So wird Zörner zusammen mit seiner Kollegin Renate Seyfert am 19. Mai einen weiteren Vortag zu chemischen Belastungen in Gebäuden halten. Und am 16. Juni folgt “Gefährliche Chemie in Textilien, Outdoor-Produkten und weiteren Materialien” mit Manfred Santen, dem Chemie-Experten von Greenpeace.

Grenzwerte gelten nur für einzelne Substanzen

Zwar gelten für giftige Substanzen – darunter Schwermetalle wie Chrom und Nickel, PCB oder Konservierungsmittel – bestimmte Grenzwerte, die nicht überschritten werden dürfen. Diese haben in den Augen von Zörner aber zwei Probleme: Zum einen würden sie immer viel zu spät an neue Erkenntnisse oder nach Vorfällen angepasst. Zum andern können durch das Zusammenwirken verschiedener Giftstoffe neue Gifte entstehen, die viel schlimmer als die Ausgangsstoffe auf den Körper wirken. Daher sieht er eine “Grenzenlosigkeit der Grenzwerte”.

Dass Wohngifte alles andere als harmlos sind, zeigt ein Blick auf die möglichen Erkrankungen. Diese umfassen neben lästigen Schlafstörungen, Gedächtnisschwächen und Hyperaktivität auch direkt lebensbedrohliche Folgen wie Nierenschäden. Außerdem können sie Unverträglichkeiten hervorrufen. Der Betroffene ist dann nicht in der Lage, auch nur kleine Mengen chemischer Stoffe zu ertragen. So hatte Zörner den Fall einer Frau, die in einem Büro nach einer Viertelstunde kollabierte, weil eine Kollegin mit Parfüm hereingekommen war.

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Neue Grenzwerte für Isothiazolinone in Spielzeug

Es ist schon erstaunlich, aber leider wahr – bekannte Schadstoffe dürfen immer noch, wenn auch reduziert oder mit zeitlichen Limits verwendet werden.

Das in Spielzeugen und Kosmetikprodukten und ….

Öko-Test informiert: Spielzeug:

http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=12952&gartnr=91&bernr=07

Öko-Test informiert: Kosmetik: MIT-Verbot im Februar (MethylIsoThiazolinon)

 

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Wir wünschen Frohe Weihnachten……..

Frohe Weihnachten

Wir sind auch zwischen den Feiertagen für Sie da!

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Gefährliche Sporen: In jedem 4. Haushalt mit Kindern gibt es Schimmel

Quelle: Immowelt AG

Nürnberg (ots) – Jeder 5. Haushalt in Deutschland ist von Schimmel betroffen. Wenn Kinder in der Wohnung leben, ist die Quote noch höher / Zu viel Feuchtigkeit, zu wenig lüften: Die gefährlichen Sporen sind meist im Bad und im Schlafzimmer, das zeigt eine repräsentative Studie von immowelt.de / 19 Prozent der Betroffenen sind sich über die Gefahren des Schimmels nicht bewusst.

http://www.presseportal.de/pm/24964/3496605

Wir sind Sachverständige für Schimmelpilzbelastungen in Innenräumen und von TÜV zertifiziert. Es ist wichtig die Ursache zu ermitteln und richtig zu sanieren, wir helfen Ihnen!

 

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Gift im Klassenzimmer

Ein Beitrag zu diesem Thema im ZDF:

https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-gift-im-klassenzimmer-100.html

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Gefährlich oder harmlos? Jetzt Transparenz bei Glyphosat fordern

Jetzt mitmachen: Kein Persilschein für Glyphosat

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

im Streit über die Wiederzulassung des Unkrautvernichters Glyphosat verweisen Hersteller und Behörden immer wieder auf Studien, die belegen sollen, dass das Pestizid harmlos ist. Doch die genannten Studien sind bisher öffentlich nicht zugänglich und somit nicht überprüfbar.

Schon lange fordern wir daher die Herausgabe dieser Geheimstudien. Jetzt haben die Hersteller einen Leseraum in Brüssel eingerichtet, in dem die Studien für einige Wochen unter strengen Auflagen eingesehen werden können.

Unser Referent Karl Bär hat diesen Raum besucht, um sich selbst ein Bild zu machen. Unter ständiger Aufsicht durch Wachpersonal konnte er die Studien an speziellen Computern einsehen. Dabei durften weder Kopien noch Fotos gemacht werden, lediglich handschriftliche Notizen. Karl Bär: „Unter diesen Bedingungen ist es unmöglich, die 71 Studien einer ernsthaften Überprüfung zu unterziehen.“ So ein Leseraum ist offenbar kein Ersatz für echte Transparenz oder gar wissenschaftliche Auseinandersetzung!

Bis spätestens Ende nächsten Jahres soll die Bewertung der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) vorliegen, auf deren Grundlage über die Wiederzulassung von Glyphosat entschieden wird. Schon mehr als 22.000 Menschen fordern mit uns: „Die ECHA darf keinen Persilschein für Glyphosat ausstellen.“

Wir fordern eine unabhängige und transparente Bewertung der Gefahren von Glyphosat: Machen Sie mit, schließen auch Sie sich unserer Aktion an.Hier klicken und mitmachen!

Quelle: Umweltinstitut.org

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Frau Wanka will alle Schulen mit WLAN ausstatten – Zwangsbestrahlung

Frankreich schafft WLAN in Schulen und Bibliotheken ab – bei uns soll es nun zum Standard in den Schulen werden.
Zwangs- und Dauerbestrahlung von Schülern und Lehrern, wo es doch Alternativen für einen modernen Internetanschluss in der Schule gibt.

http://www.tagesschau.de/inland/wlan-117.html

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