Belastete Pilze: Tschernobyl ist noch nicht gegessen

auch 33 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl können Waldprodukte wie Pilze und Wild noch stark radioaktiv belastet sein.

Deshalb führt das Umweltinstitut stichprobenartig Lebensmittelmessungen durch.

In einer in einem Supermarkt gezogenen Probe von Pfifferlingen aus Weißrussland haben wir am vergangenen Donnerstag eine erhöhte Radioaktivität von 866 Becquerel pro Kilogramm (Bq/kg) Caesium-137 gemessen.

Dieser Wert liegt knapp 50 Prozent über dem EU-weiten Grenzwert von 600 Bq/kg und beträgt mehr als das Achtfache des derzeit für Importe aus Japan zulässigen Werts.

Den Befund haben wir umgehend der Supermarktkette sowie den zuständigen Landesämtern für Lebensmittelsicherheit gemeldet. Die Pilze der untersuchten Charge sind seit vergangenen Freitag nicht mehr im Regal. In weiteren Stichproben stellten wir eine geringere radioaktive Belastung unter 220 Bq/kg fest.

Die akute Gefahr ist im konkreten Fall trotz Überschreitung des Grenzwerts als gering einzustufen, da Pilze in der Regel nur in kleinen Mengen verzehrt werden.

Quelle: Umweltinstitut.org

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