Radon Rn222

 – das einzige natürliche radioaktive Edelgas

Radon ist als einziges natürliches radioaktives Element gasförmig und kann deshalb aus den festen Bestandteilen des Bodens in die Luft austreten und sich dort ausbreiten, auch im ganzen Haus.

Radon-222 zerfällt mit einer Halbwertszeit von 3,8 Tagen unter Aussendung von Alpha-Strahlen in seine wiederum radioaktiven Zerfallsprodukte. Diese liegen dann jedoch nicht mehr als Gas, sondern als Schwermetall vor!  Ungebunden in der Luft (als Aerosole) und/oder lagern sich an kleine Staubpartikel an. Das Gas ist farb-, geruchs- und geschmacksneutral, es ist wasser- und fettlöslich.

Eine erhöhte Konzentration über 1.000 Bequerel/m³ (Bq/m³) kann Lungenkrebs verursachen und stellt nach dem Rauchen die Todesursache Nr. 2 dar.

Normal ist eine Durchschnittskonzentration vom 30 – 60 Bq/m³, je nach Region. Übersichtskarten im Internet können nur einen Überblick vermitteln, diese sind vom Maßstab so grob, dass eine eindeutige Zuordnung zu Ihrem Grundstück nicht möglich ist, eine Messung in Ihrem Haus gibt Aufschluß.

Eine Empfehlung der deutschen Strahlenschutzkommission erklärte Dauermesswerte von etwa 250 Bq/m³ als schädlich. EU-Richtwerte gehen in Richtung 200 – 100 Bq/m³ (Empfehlung für Neubauten) und 300 Bq/m³ (Empfehlung für Altbauten).

Im Strahlenschutzgesetz sind 300 Bq/m³ für Aufenthaltsräume  und Arbeits-plätze als Richtwert vorgeschrieben. Messungen an Arbeitsplätzen sind in nächster Zeit auch im Altbau/Bestand vorzunehmen, für private Haushalte sind Messungen sehr zu empfehlen.

Eine weitere Orientierung über die Gamma-Ortdosisleistung ist auch möglich. Durch automatische Systeme gemessen, stellt das Bundesamt für Strahlenschutz BfS diesen ODL-Wert zur Verfügung. Die Angaben dienen lediglich zur Information, ob örtlich eine “besondere Aktivität” verzeichnet wurde. Für Plauen und für insgesamt 1800 automatische Messpunkte in Deuschland finden Sie die Daten über die Karte bzw. PLZ. Bitte beachten Sie jedoch, dass dieser Wert lediglich für den genauen Ort der Messstelle zutrifft, er kann nicht für Ihr Grundstück oder Bauvorhanben herangezogen werden.

Vermuten Sie eine Belastung durch Radon oder
stellt Ihr Therapeut dies fest,
Sie möchten neu bauen oder einen Altbau(Bestand) sanieren – dann ist eine Untersuchung Ihres Wohnraumes sehr zu empfehlen!

Radongas – Monitoring im Bestand

und nach Neubaufertigstellung (Sniffing – oder Monitoring, möglichst vor Einbau Fussbodenbelag und Malerarbeiten)

Wir bieten Ihnen hier folgende Verfahren an.

1. Ermittlung einer Radonkonzentration im Kurzzeit-Messverfahren mittels Dosimeter – mind. 4 Tage.

2. Monitoring über einen Zeitraum von etwa 4 Wochen mittels zweier Radonmonitore in zwei Gebäudeebenen, empfohlen Kellergeschoss und Erdgeschoss.

3. Langzeitmessung mit Kernspurdetektoren – Messdauer 1 Jahr

Generell sollten die Messverfahren (1. / 2. ) im Sommer / Winter wiederholt werden, da durchaus starke Unterschiede auftreten können.  Durch orientierendes Monitoring über ca. 3 – 4 Wochen werden die realen Belastungswerte ermittelt, gegebenenfalls werden die Ergebnisse in einer zweiten Messung in der Heizperiode verifiziert.

Eine Bewertung wird an Hand der empfohlenen Richtwerte der Strahlenschutzkommission durchgeführt.

Erst aus dieser Bewertung der Langzeitmessung ergibt sich dann die Notwendigkeit und die Art einer Sanierung.

4. Werden erhöhte Werte festgestellt kann über das Sniffing (Suchen von Eintrittstellen) notwendige Abdichtungsbereiche ermittelt und -massnahmen kontrolliert werden.

Wir sind als Sachverständiger  – „Radonfachperson“ – zertifiziert.

Wichtig zu beachten:

Jedoch wird durch gutes, gründliches, tägliches Lüften der Räume, vor allem in den Eintrittsbereichen, bereits eine drastische Senkung der Gaskonzentration, nicht jedoch bereits ausgefallener Schwermetalle, herbeigeführt.

Im Falle einer erhöhten Radongaskonzentration reicht einfaches Fensterlüften meist nicht mehr aus. Hier muss die Konzentration gemessen werden, um sinnvolle Maßnahmen zur Reduzierung festzulegen.

Vor einem Neubau sollte ggf. eine Bodengasmessung erfolgen, so kann man zukünftige Belastungen ermitteln und vorsorglich beim Neubau die Gefährdung reduzieren.

Bodengas-Beprobung vor NEUBAU

Bevor Sie Ihr Traumhaus auf Ihrem Grundstück bauen, wird eine Beprobung des vorhandenen Bodengases empfohlen. Wir benötigen dazu einen aktuellen Lageplan des Grundstückes und die Einordnung des geplanten Hauses auf dem Grundstück.

Entsprechend den Empfehlungen zur Beprobung werden 5 Messpunkte im Bebauungsfenster festgelegt und mittels Probelanzen in der empfohlenen Messtiefe von    1 m beprobt. Aus den gewonnen Ergebnissen wird eine Durchschnittsgröße des Bodengases ermittelt. Dieser Mittelwert kann dann zur Festlegung von geeigneten Schutzmaßnahmen herangezogen werden.

Bitte melden Sie Ihren Bedarf per Mail/Telefon!

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